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Das Aufsteiger-Duell der Bad Aibling Fireballs mit den Avides Hurricanes Rotenburg hatte alles: Tempo, Spannung, Stimmung, nur aus Aiblinger Sicht leider keinen Sieg. Auch nach dem vierten Spiel in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga warten die FireGirls auf das erste Erfolgserlebnis. Doch noch nie waren sie dem Sieg so nah, wie beim 72:76 gegen Rotenburg.

 

Positiv

Es gibt viel Positives aus dieser unglücklichen Niederlage mitzunehmen.

Die 72 erzielten Punkte sind der bisher beste Wert in dieser Saison.

Vier Spielerinnen punkteten zweistellig: Williams 18, E.Duinker 14, A. Duinker 12, Bradaric 10

Insgesamt wurden 8 Dreier versenkt, mehr als in den ersten drei Spielen zusammen (7)!

Die Trefferquote von der 3-Punkte-Linie war mit 44% überragend.

Emma Duinker ist mit Abstand die effektivste Spielerin: 14 Punkte in 21 Minuten, 4/5 Dreier

Lena Bradaric spielte 7 Assists – ihr bisheriger Saison-Bestwert.

Der FireDome war dank der neuen Tribüne von Eggs Unimedia so voll wie noch nie.

Negativ

Einige Dinge sind aber auch verbesserungswürdig, damit es bald mit dem ersten Sieg klappt:

Die Defensive musste bisher im Schnitt 78 Punkte pro Spiel hinnehmen. Das ist viel zu viel.

In der Offensive werden zu wenige Rebounds geholt: 10.

Es gab zu viele Ballverluste (Turn-Over): 19.

Spielbericht

fireballs-hurricanes-06Super-Stimmung und Super-Show beim ersten Bundesliga-Heimspiel der Bad Aibling Fireballs im frisch renovierten FireDome, der jetzt mit der Tribüne des Premium-Partners Eggs Unimedia bis zu 800 Zuschauer fasst. Im Aufsteiger-Duell gegen die Avides Hurricanes aus Rotenburg an der Scheeßel in Niedersachsen wollten die FireGirls ihren ersten Sieg im vierten Spiel einfahren.

Die Gäste wollten ihren insgesamt 1600 Kilometer langen Hin- und Rückweg allerdings ebenso mit einem Sieg belohnen. Dem entsprechend hoch war das Tempo.

Abbey Duinker gewinnt den Sprungball und die Fireballs stürmen gleich los wie von der Tarantel gestochen. Mit dem schnellsten Punkt der Saison wird’s aber nicht. Nachdem Rotenburg durch Freiwürfe die ersten Punkte der Partie erzielte, machte Carla Bellscheidt den ersten Fireballs-Korb in der 1. Bundesliga im FireDome. Lena Bradaric traf unter großem Jubel den ersten Dreier bei einem Bundesliga-Heimspiel. Im Laufe des ersten Viertels waren es aber die Gäste aus Niedersachsen, die sich durch einem Dreier nach dem anderen absetzen konnten. Allein die Katarina Flasarova traf vier Mal von der 3-Punkte-Linie. Nach dem ersten Vierte führten die Gäste mit 20:11.

Überragendes Duinker-Viertel

Im zweiten Viertel wuchs der Vorsprung der Gäste zunächst weiter, ehe Emma Duinker dem Treiben einen Riegelvorschob und drei Dreier in Folge versenkte. Es war das Duinker-Viertel, denn Emma brannte vor Ehrgeiz und wenn sie nicht traf, dann schnappte sich ihre kleine Schwester Abbey den Rebound und machte die Punkte. Mit der Halbzeitsirene legte Emma Duinker auch noch ihren vierten Dreier in diesem Viertel in den gegnerischen Korb und sorgte quasi im Alleingang dafür, dass der Rückstand der FireGirls zur Pause nur vier Punkte betrug.

In der Halbzeit-Pause gab es eine Weltpremiere: Die Aiblinger Band „VAIT“ hat ein Lied über die Fireballs mit dem Titel „Wir“ gemacht. Es ist wohl das erste Lied über Damen-Basketball überhaupt.

FireGirls mit zu vielen Fehlpässe

Diesen Schwung nahmen die FireGirls aber leider nicht mit in die zweite Halbzeit. Dort unterliefen ihnen weiter zuviele Fehlpässe, die Rotenburg immer wieder zu leichten Punkten kommen liesen. Vor allem Young und Mallard nutzten in dieser Phase ihre körperliche Überlegenheit aus.

Bei den Fireballs machte die in der ersten Halbzeit unauffällige Candace Williams jetzt das, was man von ihr erwartet: Punkte. 21 machte sie insgesamt. Der Abstand schmolz zwischenzeitlich bis auf einen Punkt zusammen, doch nach dem dritten Viertel stand es 50:43 für die Hurricanes.

Dreier-Wettbewerb im Schlussviertel

fireballs-hurricanes-08Im Schlussviertel entwickelte sich ein regelrechter 3-Punkte-Wettbewerb. Auf beiden Seiten klappte fast alles, doch bei Rotenburg noch ein bißchen mehr. Unglaubliche 10 Dreier verwandelten die Gäste insgesamt. Dagegen reichten auch die acht Dreier der Fireballs nicht, die in den ersten drei Spielen zusammen nur sieben Dreier trafen. Allerdings machten die Hurricanes in der Zone ihrem Namen alle Ehre und hatten hier die Oberhand gegen eine schwache Fireballs Defensive. So war das Spiel eigentlich schon eine Minute vor Schluss entschieden.

Die Dreier von Eva Rupnik und Steffi Pölder kamen deswegen leieder zu spät und beschönigten das End-Ergebnis lediglich auf 72:76.

Obwohl die Enttäuschung über den verpassten Heimsieg groß war, haben die Fireballs gezeigt, dass sie auf jeden Fall konkurrenzfähig in der ersten Liga sind. Das Publikum und die Stimmung im FireDome sind hingegen jetzt schon konkurrenzlos!

Video - Alle Punkte

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Video produziert von Stadtshow Videoproduktion München

Fotos von Uwe Lein


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